Was ist eine Verstopfung durch Zellstoff und wie entsteht sie?
Zellstoff ist der Hauptbestandteil von Papierprodukten wie Toilettenpapier, Küchenrolle, Taschentüchern und Feuchttüchern. Während sich Toilettenpapier im Wasser auflösen soll, sind andere Produkte oft reißfester konzipiert. Gelangen zu große Mengen oder ungeeignete Zellstoffprodukte in den Abfluss, können sie sich in den Rohren festsetzen, aufquellen und eine hartnäckige Verstopfung durch Zellstoff verursachen. Besonders in Kombination mit Fetten und Haaren entstehen schnell massive Blockaden, die den Wasserfluss komplett stoppen.
Die häufigsten Übeltäter im Haushalt
Nicht alle Papierprodukte dürfen in die Toilette. Achten Sie besonders auf:
- Küchenpapier: Es ist deutlich dicker und saugfähiger als Toilettenpapier und löst sich kaum auf.
- Feuchttücher: Sie enthalten oft Kunstfasern und sind nicht wasserlöslich. Sie sind einer der Hauptgründe für eine Verstopfung durch Zellstoff.
- Taschentücher: Ähnlich wie Küchenpapier sind sie für eine höhere Reißfestigkeit im nassen Zustand ausgelegt.
- Zu viel Toilettenpapier: Auch eine übermäßige Menge an normalem Toilettenpapier auf einmal kann zu einer Rohrverstopfung durch Zellulose führen.
Symptome: Wie erkennen Sie eine Blockade durch Papierprodukte?
Die Anzeichen für eine nahende oder bereits bestehende Verstopfung durch Zellstoff sind meist eindeutig:
- Langsamer Wasserabfluss: Das Wasser in Toilette, Dusche oder Waschbecken fließt nur noch zögerlich ab.
- Gluckernde Geräusche: Beim Abfließen des Wassers hören Sie laute Glucker- oder Gurgelgeräusche aus dem Abfluss.
- Unangenehme Gerüche: Faulige Gerüche aus den Abflüssen deuten auf stehendes Wasser und zersetzendes Material hin.
- Ansteigender Wasserstand: In der Toilette steigt das Wasser nach dem Spülen gefährlich hoch.
Erste Hilfe: Was tun bei einer Verstopfung durch Zellstoff?
Bei ersten Anzeichen können Sie versuchen, die Blockade selbst zu lösen. Oftmals lassen sich leichte Verstopfungen mit einfachen Mitteln beheben.
Wirksame Hausmittel und Werkzeuge
- Saugglocke (Pümpel): Der Klassiker. Durch den erzeugten Unter- und Überdruck kann die Verstopfung durch Zellstoff gelockert und weggespült werden. Wichtig ist, dass die Glocke den Abfluss komplett umschließt und genügend Wasser im Becken steht.
- Rohrreinigungsspirale: Mit einer Spirale können Sie mechanisch tiefer in das Rohr vordringen und die Blockade direkt beseitigen. Gehen Sie hierbei vorsichtig vor, um die Rohre nicht zu beschädigen.
Vorsicht: Von chemischen Rohrreinigern raten wir ab. Sie entwickeln Hitze, können die Rohre beschädigen und sind schädlich für die Umwelt. Bei einer kompletten Verstopfung durch Zellstoff staut sich der aggressive Reiniger vor der Blockade und kann Dichtungen angreifen.
Wann ist der Zeitpunkt für professionelle Hilfe gekommen?
Wenn Hausmittel nicht mehr wirken oder die Verstopfung durch Zellstoff immer wiederkehrt, ist es Zeit für einen Fachmann. Ein Profi verfügt über die nötige Ausrüstung wie elektromechanische Spiralen oder Hochdruckspülgeräte, um auch tief sitzende und hartnäckige Blockaden sicher und materialschonend zu entfernen. Eine unsachgemäße Handhabung kann zu teuren Folgeschäden führen. Insbesondere bei einer schweren Verstopfung durch Zellstoff ist schnelles Handeln gefragt, um Überschwemmungen zu vermeiden.